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Namensverwirrungen am Beispiel Kętrzyński des Wappens Cietrzew

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Kętrzyński_Namensverwirrungen

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Schlesinger, Edward, von: „Namensverwirrungen am Beispiel Kętrzyński des Wappens Cietrzew“, in: WIKIa Szlachta [Onlinefassung]; URL: http://www.de.szlachta.wikia.com/, Zugang .. . .. . 201. .

Familiennamen

Wojciech Kętrzyński des Wappens Cietrzew (* 11. Juli 1838 in Lötzen als Adalbert von Winkler ; † 15. Januar 1918 in Lemberg) war ein polnischer Historiker kaschubischer Abstammung aus der Ortschaft Kętrzyno und Direktor des Ossolineum - Nationalbibliothek der Grafen Ossoliński.

Wappen

Cietrzew-Wappen




Wappen Cietrzew




Tadeusz Gajl gibt jedoch ein abweichendes Wappen an

Kętrzyński-Wappen

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Genealogie

Biographie

Kętrzyński wurde als Adalbert von Winkler in der Familie des Kavalerieleutnants und später Gendarmen in Lötzen Josef Michał von Winkler-Kętrzyński, auch nur von Winkler geschrieben (1801–1846) und Eleonora aus dem Hause Raabe aus Neudorf (PL-Nowa Wieś pod Iławą), geboren. Seinem Großvater Wojciech Kętrzyński des Wappens Cietrzew wurde der nach der Huldigung 1772 der Zusatz von Winkler, eine Übersetzung des Namens Kętrzyński., an den Familiennamen angehängt. Dennoch wurden alle seine drei Söhne als Kętrzyński in die Kirchenmatrikel eingetragen. Sein Vater verwendete jedoch seit 1821 nur die deutsche Namensversion von Winkler des Wappens Cietrzew. Seit der amtlichen Namensänderung im Jahre 1861 verwendete Adalbert von Winkler, der in der Familie als Albert genannt wurde, nur den Namen Wojciech Kętrzyński.

Nach dem Tode von Josef von Winkler kam Adalbert in die Schule für Soldatenwaisen in Potsdam, wo er 1849–1853 erzogen wurde. 1853–1855 besuchte er das Progymnasium in Lötzen (PL-Giżycko), dann das Gymnasium in Rastenburg (PL-Kętrzyn).

Im Jahre 1856 erhielt er einen Brief von seiner jüngeren Schwester mit der Nachricht über seine polnische Abstammung und über den alten Familiennamen Kętrzyński, welchen sie in Familienunterlagen gefunden hatte. Er entstammte einer Familie der kaschubischen Szlachta der Adelsrepublik aus dem kaschubischen Dorf Kętrzyno bei Neustadt in Westpreußen. Das weckte sein Interesse für das Polentum und die polnische Sprache. Nach dem Abitur 1859 begann er sein Studium der Philosophie an der Albertina-Universität in Königsberg. 1861 änderte er amtlich seinen Namen auf Wojciech Kętrzyński. Die Ferien 1862 verbrachte er bei seiner Tante Jadwiga (Hedwig) Krohnke in Warschau.

Im Januaraufstand 1863 organisierte er den Waffentransport für die Aufständischen. Am 11. September 1863 wurde er festgenommen und kam ins Gefängnis im Hohen Tor in Allenstein. Nach einem Freispruch wurde er nochmals festgenommen und in Justizvollzugsanstalt Moabit eingesperrt. Am 23. Dezember 1864 wurde er für ein Jahr in der Festung Glatz verurteilt. Am 12. Dezember 1866 verteidigte er an der Königsberger Universität seine Doktorarbeit De bello a Boleslao Magno cum Henrico rege Germaniae gesto a 1002–1005.

1868-1870 war er als Bibliothekar bei J.K. Działyński in Kórnik bei Posen angestellt. 1869 wurde er Ehrenmitglied des Poznańskie Towarzystwo Przyjaciół Nauk (D-Posener Gesellschaft der Freunde der Wissenschaften). 1870 siedelte er nach Lemberg über, wo er ab 1. Juni 1870 als wissenschaftlicher Sekretär, 1874 Kustos und 1876 Direktor der Ossolineum tätig war. Am 24. August 1875 heiratete er in Berent (PL-Kościerzyna) Vincentina Malvina v. Rautenberg-Klinski des Wappens Kliński I a (Abwandlung Junosza II) oder Kliński I b (Abwandlung Junosza III b).

Er beschäftigte sich hauptsächlich mit der masurischen Volksgruppe in Ermland und Masuren. Er übergab Oskar Kolberg seine Sammlung der masurischen Volkslieder. 1883 gab er die Poesiensammlung „Aus dem Liederbuch eines Germanisierten (1854–1862)“ heraus, die von den preußischen und österreichischen Behörden konfisziert wurde. Er hat etwa 70 mittelalterliche Texte und 128 Dokumente aus dem Zeitraum 1105–1399 wissenschaftlich bearbeitet.

Der Ort Rastenburg in Ostpreußen, ab 1945 poln. Rastembork, wurde am 7. Mai 1946 nach ihm in Kętrzyn umbenannt.

Werke

Einzelnachweise

Einzelnachweis

Weblinks

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